Presse

10.07.2018 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Nachwuchs musiziert im Scheinwerferlicht

 

Schwarzenberg. Die dritte Auflage von Art on stage hat gezeigt: Das Konzept funktioniert. Hier wachsen junge Musiker binnen vier Tagen über sich hinaus - mit Hilfe von Profis. (matu)

Art on stage gibt jungen Musikern eine tolle Chance, Foto: matu
Art on stage gibt jungen Musikern eine tolle Chance, Foto: matu

06.02.2017 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Junge Musiker wachsen über sich hinaus

 

Schwarzenberg. Nach nur vier Tagen ganz intensiver Arbeit bei "Art on stage" zeigen 13 Mädchen und Jungen, was in ihnen steckt - geführt und begleitet von echten Profis. (matu)

Bei art on stage zeigen junge Musiker, was in ihnen steckt, Foto: matu
Bei art on stage zeigen junge Musiker, was in ihnen steckt, Foto: matu

19.01.2017 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Kunstfreunde wählen Vorstand

 

Schwarzenberg. Lilly Vicedom bleibt die 1. Vorsitzende des Vereins der Schwarzenberger Kunstfreunde. Das hat die Mitgliederversammlung des Vereins am Dienstagabend so entschieden. Zum vierköpfigen Vorstand des aktuell 33 Mitglieder zählenden Vereins gehören außerdem Ernst Förster, der als Schatzmeister im Amt bestätigt wurde. Neu hinzugekommen sind als zweiter Vorsitzender Detlef Rudolf, und als Schriftführerin wird von jetzt an Karin Roscher fungieren. (matu)


18.01.2017 FreiePresse, von Frank Nestler

Verein bietet Nachwuchs eine Bühne

13 junge Leute zeigen im Konzert am 4. Februar, was sie als Musiker drauf haben. Die Vorfreude ist groß - auch bei Schwarzenbergs Kunstfreunden.

 

Schwarzenberg. Der Ritter-Georg- Saal im Schwarzenberger Ratskeller wird am 4. Februar ab 18 Uhr zur Bühne für 13 Nachwuchskünstler. Dann können sie gemeinsam mit Profis zeigen, wie sie ihr Instrument beherrschen und was sie in Vorbereitung des Abschlusskonzerts in einem Workshop ab 1. Februar unter dem Motto "art on stage" (Kunst auf der Bühne) gelernt haben. "Wir vergeben auch diesmal wieder Stipendien, um musikalisch ambitionierte Kinder und Jugendliche zu fördern", erklärt Lilly Vicedom, Vorsitzende des Vereins Kunstfreunde Schwarzenberg. "Die Idee kam 2015 sehr gut an..."


16.01.2017 FreiePresse

Markante Stimme klingt im Schlosskeller

 

Schwarzenberg. Schon seit Wochen war das erste Konzert der Veranstaltungsreihe "Live im Keller" für 2017 ausverkauft. Kein Wunder, denn mit dem Duo Broom Bezzums und Sängerin Keike Faltings stand wieder einmal die so ...


06.12.2016 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Kunstfreunde - Lilly Vicedom für Ehrenamt gewürdigt

 

Schwarzenberg. Lilly Vicedom, die Vorsitzende des Vereins der Schwarzenberger Kunstfreunde, gehörte am Wochenende zu den Gästen des Ehrenamt-Empfangs im Sächsischen Landtag. Dorthin hatten der Landtag und das sächsische Sozialministerium ehrenamtlich tätige Bürger aus dem Freistaat eingeladen, um deren Engagement für die Gemeinschaft zu würdigen. Lilly Vicedom, die 2014 den Verein der Schwarzenberger Kunstfreunde aus der Taufe gehoben hatte und seither eine Menge kultureller Angebote organisiert hat, erhielt die Anerkennungsurkunde. Sie sagte gestern: "Es war eine sehr schöne Veranstaltung, und speziell die Worte von Ministerin Barbara Klepsch haben mich nicht nur geehrt, sondern neu ermutigt, weiterzumachen." (matu)


23.08.2016 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Kunstsymposium hinterlässt Schnittiges, Foto: privat
Kunstsymposium hinterlässt Schnittiges, Foto: privat

Kunstsymposium hinterlässt Schnittiges

Was neun international renommierte Bildhauer in sieben Tagen geschaffen haben, ist sehenswert. Es sind Kunstobjekte, die später im Schlossgarten von Schwarzenberg zu Begegnungen führen sollen.

 

Schwarzenberg. Eine Woche angestrengter Arbeit liegt hinter den Bildhauern, die - wie alle Künstler betonen - dieses Kunstsymposium in Schwarzenberg in bester Erinnerung behalten werden. Entstanden sind unter ihren geschickten Händen Kunstwerke, die für die Schwarzenberger und deren Gäste gedacht und gemacht sind.

 

Die gesamte Woche über konnte man an der "Schnittstelle" Hammerparkplatz den Machern beim kreativen Schaffen über die Schulter schauen. Und etliche Bewohner und Besucher der Stadt haben dies auch rege genutzt. "Es ist toll, zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit hier zum Teil gearbeitet wird", sagte Robert Schramm, ein Zwickauer, der mit seiner Familie Schwarzenberg besucht hat und fasziniert den Künstler bei ihrer Arbeit zusah.

 

Hardy Raub lieferte da ein regelrechtes "Feuerwerk" aus Spänen ab. Der Holzbildhauer aus Eisenach schnitt zunächst die grobe Form seines "Netzes" mit der Motorsäge in den Stamm, bevor er mit einer Art Trennschleifer begann, die feinen Konturen für das "organische Geflecht" zu formen, in dessen Innerem "Leben entsteht", wie er es bezeichnet. Nach oben offen, ein goldner Kern im Innern, der für ihn nach dieser Woche im Erzgebirge das Licht verkörpere. Licht deshalb, weil es seit jeher eine besondere Rolle für die Menschen im Erzgebirge spielt.

 

In Multifunktion als Künstler, Gastgeber und technischer Leiter des Symposiums fungierte Holzbildhauer Hartmut Rademann. Zum einen ist er Mitglied der Schwarzenberger Kunstfreunde, war aber ebenso als Künstler mit seiner Bewerbung zum Thema "Schnittstelle" von der Jury aus mehr als 5o Bewerbungen für die Umsetzung ausgewählt worden. Seine "Sequenz" landete bei dieser Vorauswahl sogar unangefochten auf dem ersten Platz. Einem Druckstock gleich, hielt der Schwarzenberger Szenen fest, die einer Laufbahn des Lebens ähneln. Die Idee des Druckstocks nahm er wörtlich und selbst mit schwarzer Farbe erste "Andrucke" von Szenen ab, die er den auswärtigen Künstlern am Ende als Andenken mit auf den Heimweg gab.

 

Eine Woche lang genossen die Künstler aus Deutschland, Spanien, Bulgarien und Mazedonien die Gastfreundschaft im Erzgebirge. Die Arbeiten selbst wurden durch Figurenpaten finanziert. "Es haben sich zahlreiche Firmen und Privatpersonen aus der Region in die Finanzierung des Symposiums mit eingebracht", erklärte Lilly Vicedom, die Vorsitzende des Vereins der Kunstfreunde, am Sonntag zur Präsentation der fertigen Arbeiten. Die Kunstwerke selbst bleiben in Schwarzenberg und werden im Garten am Schloss einen Kunststeig säumen, der künftig in vielfältiger Weise zu Begegnungen mit der Kunst in ihrer Vielgestalt anregen soll. Darauf aufbauend, bewirbt sich die Stadt jetzt mit einem themengleichen Beitrag beim sächsischen Wettbewerb "Ab in die Mitte". "Uns Künstler freut es, wenn unsere Arbeiten eine solche Würdigung erfahren", meint Peter Helmstetter aus Abenberg.

 

Aber es gab auch Misstöne bei unmittelbaren Anwohnern, die sich durch den Lärm der aufheulenden Sägen und den Staub, der beim Schlagen des Sandsteins entstand, belästigt sahen. Parkende Autos wurden von Staub umhüllt. "Für diese Unannehmlichkeiten kann und möchte ich mich im Namen der Kunst gern entschuldigen", hob Lilly Vicedom am Abschlusstag hervor.

 

Viele weitere Informationen zur "Schnittstelle" gibt es hier...


17.08.2016 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Der Hammerparkplatz in Schwarzenberg ist derzeit ein großes Atelier. Vorn Hardy Raub aus Eisenach, er lässt "eine Art Leben entstehen".  Foto: Carsten Wagner
Der Hammerparkplatz in Schwarzenberg ist derzeit ein großes Atelier. Vorn Hardy Raub aus Eisenach, er lässt "eine Art Leben entstehen". Foto: Carsten Wagner

An "Schnittstelle" geht es laut und schweißtreibend zur Sache

Die Schwarzenberger Kunstfreunde haben für neun Künstler ein Open-Air-Atelier geschaffen. Seit Wochenbeginn wird dort gearbeitet - mit Holz und mit Stein. Zaungäste sind begeistert vom Geschehen.

 

Schwarzenberg. Späne wirbeln durch Luft und ein feiner Nebel umhüllt die vier Künstler, die mit schwerem Gerät dem Sandstein zu Leibe rücken. Es ist laut. Insgesamt sind es neun Künstler, die seit Montag dort unter freiem Himmel arbeiten. Sie sind dafür weit gereist. Kommen aus Spanien, Mazedonien, Bulgarien und natürlich Deutschland.

 

Motorsägen dröhnen, wenn sie sich durch die massiven Baumstämme kämpfen. Die Blicke der Besucher, die den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen, sind skeptisch, aber interessiert. Der Hammerparkplatz, unterhalb von Schloss und Kirche Schwarzenberg, ist derzeit ein großes Atelier. Etliche Gäste zücken den Fotoapparat oder das Handy, Kamerateams suchen den optimalen Blickwinkel für die Kunst im Wachsen vor dem Hintergrund des Wahrzeichens der Stadt.

 

Die Künstler selbst sind eifrig bei der Arbeit. In dieser Zeit haben sie kaum einen Nerv für die Schönheit der Stadt. Aber danach! Die Schwarzenberger Kunstfreunde, ein relativ junger Verein aus Förderern von Kunst, hat für die neun Künstler weit mehr zu bieten als nur einen optimalen Arbeitsplatz vor gigantischer Kulisse. Jeden Abend werden die Künstler de facto "an die Hand genommen", werden zum Essen eingeladen, mit Sachverstand durch die Stadt geführt oder in Gespräche über Kunst verwickelt. "Die meisten von ihnen würden am liebsten noch länger arbeiten", sagt Hartmut Rademann, der einzige Lokalmatador, der es mit seiner Bewerbung in die Auswahl geschafft hatte.

 

Eine Jury unter dem Vorsitz von Professor Jochen Voigt, dem Leiter des Fachbereichs Holzgestaltung von Fakultät Angewandte Kunst in Schneeberg, hatte im Mai die neun Akteure anhand ihrer Bewerbungen zum Thema "Schnittstelle" ausgewählt. 53 Anträge von Künstlern aus vielen Ländern gingen ein. "50 kamen in die engere Auswahl", sagt Lilly Vicedom, die Vorsitzende des Vereins der Kunstfreunde. Der Verein ist es auch, der den Machern sowohl Material als auch Equipment und ein Salär zur Verfügung stellt. Denn: Die am Fuße des Schlosses entstehenden Kunstwerke sollen in Schwarzenberg bleiben und ab Herbst einen Kunststeig im Schlossgarten zieren. So der Plan.

 

Allerdings müssen die kunstvollen Objekte erst einmal fertig sein. Das Ziel lautet: Sonntag. Und deshalb wird auch heute wieder emsig gearbeitet. Gisela Eichardt aus Berlin, übrigens die einzige Frau unter den Künstlern, hat sich dabei wohl das ehrgeizigste Ziel der Woche gesetzt. Ihre Arbeit "Einst und Jetzt" wird ein an vielen Stellen durchbrochener Sandsteinblock. Ein kräftezehrender und schweißtreibender Schaffenprozess liegt noch vor ihr.

 

"Wir sind zufrieden. Und ich denke, dass alle ihr Ziel erreichen werden", sagt Hartmut Rademann, der als Gastgeber und Akteur einer Doppelbelastung ausgesetzt ist. "Aber es macht Spaß", fügt er hinzu.

 

Indes staunen die Zaungäste. Und Jonas Thomaka, der selbst im Schloss schnitzen lernt, nahm sich gestern zwei große Reststücke Holz mit nach Hause. "Daraus mach ich was", sagte der Elfjährige stolz und trug die "Trophäe" davon. Marlen Ullmann, die zu den unmittelbaren Anwohnern der Vorstadt gehört, schaute bewundernd zu: "Unsere Fenster sind eh immer schmutzig durch den Straßenverkehr."

 

Das Programm und viele weitere Informationen zur "Schnittstelle" gibt es hier...


03.06.2016 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

"Schnittstelle" mit internationaler Beteiligung

Der noch junge Verein der Schwarzenberger Kunstfreunde hat sich ein anspruchsvolles Ziel gesetzt: Eine Holzbildhauer-Werkstatt unter freiem Himmel zum Altstadtfest.

 

Schwarzenberg. Kunst soll und muss Aufsehen erregen, um von sich Reden zu machen. Davon sind die Mitglieder des Vereins Schwarzenberger Kunstfreunde überzeugt. Diesem - erst 2014 gegründeten Verein - gehören jedoch keineswegs überwiegend Künstler an, sondern Kunstfreunde, wie es der Name sagt. Also Menschen, die Freude an Kunst haben und diese fördern wollen.

 

Das diesjährige ehrgeizige Projekt der Kunstfreunde hat die Gilde der Holzbildhauer im Blick. Denn der Verein richtet im Zeitraum von 15. bis 21. August in Schwarzenberg eine Holzbildhauerwerkstatt mit internationaler Beteiligung aus. Dieses kreative Treffen von Holzbildhauern aus dem In- und Ausland läuft unter dem Titel "Schnittstelle" und soll im August die Blicke zahlreicher Besucher auf sich ziehen.

 

Gearbeitet wird unter freiem Himmel auf einem Teil des Hammerparkplatzes in Schwarzenberg. Neun Künstler werden in Aktion zu erleben sein. Für die Finanzierung des Treffens rechnet der Verein mit Kosten von rund 40.000 Euro, denn das benötigte Material für die Kunstwerke wird gestellt, die Künstler werden für ihr Schaffen honoriert.

 

53 Bewerbungen von Künstlern aus vielen Ländern gingen ein. "50 kamen in die engere Auswahl", sagt Lilly Vicedom, die Vorsitzende des Vereins der Kunstfreunde. Wer am Ende in Schwarzenberg seinen Vorschlag auch praktisch umsetzen wird, darüber hat jetzt eine unabhängige Jury, bestehend aus sieben Mitgliedern, befunden. Ihnen wurden alle eingereichten Bewerbungen mit Skizzen und Erläuterungen anonymisiert zur Bewertung und Auswahl vorgelegt. Am Ende konnte sich die Jury auf neun Künstler einigen, die nach Schwarzenberg eingeladen werden, darunter Künstler aus Bulgarien, Mazedonien und Spanien, aber auch aus Berlin, Wuppertal oder Leipzig. Bewertet wurde nach einem Punktesystem. Jedes Jurymitglied konnte maximal drei Punkt vergeben. Demnach wäre 21 die Höchstpunktzahl gewesen. Mit 18 von 21 möglichen Punkten landete der Entwurf von Schwarzenbergs Holzbildhauer Hartmut Rademann auf Platz 1 - ohne dass zu diesem Zeitpunkt die Jury die Namen der Künstler kannte.

 

Mit den Arbeiten, die im August entstehen, soll bis Anfang Oktober am Schloss Schwarzenberg ein Kunststeig entstehen.

Foto: Katja Lippmann-Wagner
Foto: Katja Lippmann-Wagner

Es ist eine Bereicherung des Festes

 

Lilly Vicedom ist die Vorsitzende der Kunstfreunde und hält die Fäden der Organisation in Händen. Mit ihr sprach Reporterin Beate Kindt-Matuschek.

 

Freie Presse: Die Kunstfreunde Schwarzenberg gibt es erst seit zwei Jahren. Weshalb geht ein so junger Verein so ein großes Projekt an?

 

Lilly Vicedom: Weil wir mit so einem Symposium in der künstlerischen Tradition der Region bleiben. Um Schwarzenberg herum finden vielerorts solche Symposien statt. Und früher gab es solche Treffen auch hier. Zudem wollen wir mit dem Kunststeig, der entstehen soll, das Schloss und somit ein Stück Altstadt vervollkommnen.

 

Wie lässt sich das finanzieren?

 

Durch öffentliche Förderung und Zusagen der Mitfinanzierung durch Kunstfreunde. Jetzt im Juni und Juli wollen wir noch ganz gezielt Paten für die Kunstwerke finden. Das können Unternehmen, aber auch Privatpersonen sein. Die Kunstpaten finden ihre Namen später direkt am Kunstobjekt und auf unserer Homepage. Da sind drei Bausteine von 500 und 1000 Euro möglich, gut 3500 Euro kostet eine ganze Skulptur.

 

Das Symposium findet während des Altstadt- und Edelweißfestes statt. Läuft man nicht Gefahr, dass es im Festtrubel untergeht?

 

Also da habe ich gar keine Bedenken. Es ist ja etwas Neues und Interessantes. Ich sehe es als Zusatzangebot am Fuße des Schlosses und als Bereicherung des Festes. Es ist abgesprochen mit der Stadt und wird eine einmalige Sache bleiben.


26.10.2015 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Junge Musiker, wie Pauline Mau, erhielten "Rückendeckung" von Profis wie Susanne Maaß. Gemeinsam gestalteten sie ein tolles Konzert. Foto: Beate Kindt-Matuschek
Junge Musiker, wie Pauline Mau, erhielten "Rückendeckung" von Profis wie Susanne Maaß. Gemeinsam gestalteten sie ein tolles Konzert. Foto: Beate Kindt-Matuschek

Klangkunst kleiner Leute läuft bildenden Künstlern den Rang ab

Die Preise der art figura 2015 sind vergeben. Das diesjährige Thema "Aktion - Reaktion" widerspiegelte sich nicht nur in den Kunstobjekten, sondern dominierte die Finissage.


Schwarzenberg. Bis auf den Preis, über den das Publikum während der achtwöchigen Sonderausstellung zu entscheiden hatte, standen die diesjährigen drei Preisträger der art figura 2015 seit Ende August fest. Und doch ist es immer wieder ein erhebender und sicher ganz besonderer Augenblick als Vertreter der bildenden Kunst für einen Moment ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit zu treten und einen Preis in Empfang nehmen zu dürfen. Heraus aus der Einsamkeit und oftmals Anonymität des Ateliers.

 

Für Maren Simon aus Kloster Lehnin, Christin Müller aus Halle sowie Romin Walter aus Berlin war am Freitagabend im Saal des Ratskellers in Schwarzenberg dieser große Moment gekommen. Und alle drei Künstler haben sich riesig über die Wertschätzung und Würdigung ihrer Kunstobjekte gefreut.

 

Die Preisverleihung war eingebettet in ein Programm, das junge Musiker in der vergangenen Woche gemeinsam mit Jan Altmann und Susanne Maaß einstudiert hatten. Die beiden Musiker und zugleich Musikpädagogen hatten mit zehn Kindern aus der Region den vom Verein Kunstfreunde initiierten und finanzierten Workshop "art on stage" absolviert. Die Ergebnisse rahmten den Festakt. Oder mehr noch: Den Nachwuchsmusikern gelang es mühelos, den Fokus von der bildenden Kunst auf die Musik zu lenken. Schnell dominierte "art on stage" die "art figura" - rückte die bildende Kunst etwas in den Hintergrund der klingenden Debüts.

 

Anna-Franziska Schwarzbach, Kuratorin der Ausstellung, meinte selbst hin- und hergerissen: "Eigentlich hätten beide Veranstaltungen einer separaten Bühne bedurft." Das sahen auch andere Gäste des Abends so, zum Beispiel einige Eltern jener Kinder, die im Rampenlicht standen. Dennoch ergab die Verflechtung der beiden Höhepunkte einen gelungenen Abend - lässt man eine Wichtung, wer wem hier einen Rahmen bot, bewusst unbeantwortet.

 

Und wie so oft in der Kunst sind es die zufälligen Begegnungen, die Neugier und Interesse wecken. So kam es dazu, dass auch Eltern der Musikkinder zu Interessenten der Kunst wurden. "Aktion - Reaktion" - das Motto des diesjährigen Kunstpreises, bestimmte also auch in besonderer Weise diese Finissage.

 

Über den Publikumspreis kann sich Lukas Schilling freuen, der mit seinem "Wellenschlag", einem wundersamen Apparat, tolle Effekte zaubert. Der erst 25-jährige gebürtige Darmstädter lebt und studiert derzeit in Schneeberg.


21.10.2015 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Foto: Carsten Wagner
Foto: Carsten Wagner

Musik ist diese Woche Trumpf

Für zehn musikbegeisterte Kinder und Jugendliche aus der Region haben die Kunstfreunde Schwarzenberg in dieser Woche ein besonderes Angebot: Eine Woche Musikseminar intensiv - von Profis geleitet.

 

Schwarzenberg. "Art on stage" nennt sich das Projekt, bei dem die jungen Musiker gemeinsam mit Jan Altmann (hinten l.) und Susanne Maaß vor allem eines für sich erarbeiten wollen: Spaß am Musizieren. Spaß, der durch die Leichtigkeit der Spielweise dann auch fürs Publikum sichtbar wird. Finanziert wird das Ganze von den Kunstfreunden. Bis Freitag werden die zehn Kursteilnehmer mit den Profi-Musikern aus Berlin arbeiten, werden an dem Arrangement feilen, um am Freitag die Finissage zum städtischen Kunstpreis "Art figura" musikalisch zu umrahmen.


05.01.2015 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Wenn Wünsche wahr werden, dann strahlen selbst die Augen von Erwachsenen: Lilly Vicedom (v. l.), Vereinsvorsitzende der Kunstfreunde Schwarzenberg mit Musikerin Susanne Maaß und Komponist Jan Altmann.  Foto: Dostmann
Wenn Wünsche wahr werden, dann strahlen selbst die Augen von Erwachsenen: Lilly Vicedom (v. l.), Vereinsvorsitzende der Kunstfreunde Schwarzenberg mit Musikerin Susanne Maaß und Komponist Jan Altmann. Foto: Dostmann

Neuer Konzertflügel krönt Jahresauftakt

Für den jungen Verein der Schwarzenberger Kunstfreunde war der Wunsch von Jan Altmann Herausforderung und Bewährungsprobe zugleich. Der Komponist sieht schwarz.

 

Schwarzenberg. Dass Jan Altmann am dritten Tag des neuen Jahres schwarz sieht, macht ihn glücklich. Denn mit dem neuen schwarz-glänzenden Konzertflügel, der nun im Saal des Ratskellers steht, ist für den gebürtigen Schwarzenberger Komponist und Musiker ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Ein Wunsch, den er spontan im Juli vergangenen Jahres im Rahmen eines Konzertes geäußert hatte, mit dem er seinen 40. Geburtstag in seiner Heimatstadt feierte.

 

Ein Wunsch, der für Lilly Vicedom, der Vorsitzenden des erst 2014 gegründeten Vereins der Schwarzenberger Kunstfreunde, zu einem finanziellen Kraftakt werden sollte. "Das wünsch' ich mir auch", sagte Vicedom damals und nahm es als erste Herausforderung für den Verein an. Dieser zählte damals gerade mal 15 Mitglieder. Heute sind es bereits 24. "Ich hoffe, dass wir Ende 2015 die Mitgliederzahl verdoppelt haben", so die gebürtige Fränkin, die Schwarzenberg zu ihrer Wahlheimat auserkoren hat. "Das schaffen wir. Jedes Mitglied braucht nur ein neues werben", legt sie fest. Und nur so geht es. So - oder ähnlich - hat sie es auch geschafft, dass von Juli bis November 11.984,20 Euro auf dem Spendenkonto "Ein Flügel für den Ratskeller" eingegangen waren. "Zu Jans Geburtstagsfeier waren es spontan 2233 Euro", sagt sie. Mit der ihr eigenen freundlichen Beharrlichkeit rief sie etliche Leute an, warb um die Gunst für die Kunst und sammelte weitere gut 6000 Euro. Zahlreiche Geschäftsleute aus Schwarzenberg, Aue, aber auch Schneeberg unterstützten das Vorhaben und fühlen sich heute den Kunstfreunden zugetan. Die Kunstfreunde waren es auch, die schließlich im November mit der 1. Schwarzenberger Kunstauktion, eingebettet in einen musikalisch-stimmungsvollen Abend, das Spendenkonto bis auf die Endsumme hochschraubten. Was zur Folge hatte, dass die Bestellung für den Flügel ausgelöst werden konnte. Diesen Auftrag erhielt das ortsansässige Musikhaus. Das wählte ein Instrument der Marke Irmler. "Noch muss er sich etwas an den neuen Raum gewöhnen", sagt Altmann am Samstagabend kurz vor dem zweiten Neujahrskonzert über den Flügel und streicht dabei beinahe liebevoll mit der Hand über den Lack.

 

Es war das erklärte Ziel von Altmann und den Kunstfreunden, dass dieses zweite Neujahrskonzert, gestaltet vom Ensemble Baroccolo unter Leitung von Altmann, mit dem neuen Instrument erklingen kann. Das klingende Debüt ist geglückt. Die mehr als 100 Gäste zeigten sich begeistert - sowohl von der Musik als auch der Tatsache, dass solch Wohlklang im Saal des Ratskellers wieder zu erleben ist. Das Quartett wählte für das musikalische Willkommen des Jahres 2015 ein breit gefächertes Repertoire vom Barock bis in die Moderne, das nicht nur durch die Qualität der Darbietung, sondern auch durch die spezielle Handschrift der Arrangements Altmanns beeindruckte.

 

Wer allerdings dieses Neujahrskonzert verpasst hat oder keine Karten mehr erhielt, dem sei verraten, dass das Ensemble Baroccolo nochmal am Samstag, 10. Januar, im Kaiserhof von Markerbach gastiert, organisiert vom Ortsverein Langenberg als Auftakt der Feierlichkeiten 775 Jahre Raschau-Markersbach.

19.01.2017 FreiePresse, von Beate Kindt-Matuschek

Kunstfreunde wählen Vorstand

 

Schwarzenberg. Lilly Vicedom bleibt die 1. Vorsitzende des Vereins der Schwarzenberger Kunstfreunde. Das hat die Mitgliederversammlung des Vereins am Dienstagabend so entschieden. Zum vierköpfigen Vorstand des aktuell 33 Mitglieder zählenden Vereins gehören außerdem Ernst Förster, der als Schatzmeister im Amt bestätigt wurde. Neu hinzugekommen sind als zweiter Vorsitzender Detlef Rudolf, und als Schriftführerin wird von jetzt an Karin Roscher fungieren. (matu)